Weiter geht's
Der Pausentag in Belgrad, war ein Sightseeing -Tag an dem wir fast 20 km bei 44°C zu Fuß unterwegs waren. Die Stadt ist groß und die Wege weit. Selbst in der Hauptstadt ist der Hang zum Schmutz übermächtig und die Fußwege sind sogar vor den Sehenswürdigkeiten desolat. Ich werde nicht warm mit dem Land und lasse einfach die Bilder sprechen.
Am Freitag morgen frühstücken wir noch im Hostel, dann verabschieden wir uns von Marie und pilgern weiter. Die Sonne lacht, doch es geht ein bisschen Wind.
Danach geht es noch ein Stück weiter und dann auf eine Landstraße. Dort ist dann die Ausweichmöglichkeit auf einen Damm, an dem der Müll rechts und links liegt. An einer Stelle stinken Fleischabfälle vor sich hin. Es ist widerlich.
An einem Werk gibt es ein hübsches Restaurant mit viel Schatten und so kehren wir zu einer größeren Pause ein.
Danach sind es nur noch fünf heiße Kilometer bis zu unserem schwimmenden Tiny- house. Doch sie fühlen sich endlos an, da die Sonne voller Kraft zu uns herunter scheint. Die Telefone schalten sich ab und zeigen an, dass sie runterkühlen müssen. Am Weg ist ein hübscher Tante Emma- Laden ( sogar Kekse kann man einzeln kaufen) und wir kaufen Obst und Wasser ein. Unsere Handys legen wir in die Tiefkühltruhe und warten fünf Minuten, bis sie sich erholt haben.
Dafür laufen wir ein Stück zurück, zu einem Restaurant auf dem Wasser. Es ist lauschig und das Publikum kurios. Mit dem Schiff wird angelegt, in Badehose, Bikini und Badelatschen. Ins Wasser gesprungen und zum Essen wieder hingesetzt. Nicht unbedingt ästhetisch. Vegetarisch gibt es Schopska- Salat ( mein neues Grundnahrungsmittel) und als ich das Ölfläschchen benutzen will, lasse ich es, nachdem ich es mir angeschaut habe.🫣
Samstag morgen klingelt der Wecker 3:45 Uhr, denn wir wollen vor der großen Hitze laufen. Doch es ist noch stockdunkel, die Nächte werden wieder länger. Also warten wir bis die Dämmerung einsetzt und laufen los. Die Luft ist mild und riecht nach Regen. Ein laues Lüftchen weht.
Schon an unserem Quartier haben wir Begleitung von einem Hund, der nicht aggressiv ist, sondern hinkt und jault. Trotzdem wollen wir ihn nicht mitnehmen und schicken ihn zurück.
Kaum sind wir ein Stück gelaufen, brechen zwei wütend kläffende Hunde aus dem Gebüsch auf uns zu. Wir halten sie auf Abstand und gehen weiter. So geht es auf den nächsten Kilometer weiter. Aus verschiedenen Richtungen kommen 3-4 Hunde angerannt und kläffen. Wir haben alles Hände voll zu tun. Der Nachteil der frühen Stunde ist, dass sie ausgeruht sind und kaum jemand unterwegs ist.
In Umka hat die Bäckerei sogar Kaffee, sodass wir unser erstes Frühstück zu uns nehmen.
Wir biegen von der Sava ab und kommen ins Hügelland, wo wir die nächsten Hunde vertreiben.
Nun kommen wir nach Mala Mostanica, gerade der Pfarrer an der Kirche ankommt. Doch ist er sehr desinteressiert. Er verschanzt sich im hinteren Teil der orthodoxen Kirche und ward nicht mehr gesehen.
Nun geht es immer ein bisschen bergauf und ab und wir erreichen Baric, wo der Priester freundlicher ist. Er tauft gerade ein Kind und 10 Minuten später bekommen wir einen Stempel in den Pilgerpass. Dann gehen wir ein Stück parallel zur Hauptstraße und finden an der Waschanlage ein Kaffee für das 2. Frühstück. Hier finde ich die bisher sauberste Toilette am Weg. Es ist alles da, gut befestigt und passend.😄 Bei Booking wären es volle 10 Punkte.
Am Wegrand einfach mal stehen gelassen, kein seltener, mich aber immer noch schockierender Anblick.
Dann wird es nervig, denn 3 km an einer Fernverkehrsstraße lassen sich nicht umgehen. Also müssen wir bei jedem Bus oder LKW Popo über die Planke und Bauch einziehen. Dadurch dauert es, bis wir in Obrenovac ankommen.
Es sind inzwischen 33°C. Die Kirche ist offen und so gehen wir in den kühlen Raum. Ein Serbe spricht Ursula an und erzählt auf deutsch von seinem Glauben. Gott hat seine Tochter auf den richtigen Weg geführt und jetzt hat er Gott im Herzen. Ers ist rührend, wie er es erzählt. Dann wünscht er uns einen guten Weg. Wir brauchen erst einmal etwas zu trinken. Dann suchen wir unser Bett und warten bei einem Milchshake bis wir einchecken können.
Das Appartement ist klein, preiswert und riecht nach Rauch. Aber vielleicht ist es auch "nur" die Tiefgarage, deren Luft in die Ritzen zieht, denn der Eingang ist gegenüber. Aber mit offenem Fenster bekommen wir Frischluft und die Mücken ins Zimmer. Gute Nacht.





























































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